Kirche wird Festivalzentrum "Heimathafen"

Im Dunkeln übers Wasser gehen - Carina Junge 2016

Wenn Kirchengebäude zu anderen Funktionen umgerüstet werden, dann liegt das in der Regel in den rückgängigen Gottesdienstbesucherzahlen begründet. Mit der Liebfrauenkirche hat Duisburg ein für kulturelle Zwecke umgewidmetes, ehemaliges Gotteshaus in exponierter Lage gegenüber dem Duisburger Stadttheater als Beispiel zu bieten.

Dass die 37. Duisburger Akzente nun in einer vitalen pfingstlichen Freikirche ihren Stammsitz beziehen, liegt in dem besonderen Charakter der seit 1969 im Hafenstadtteil Ruhrort ansässigen Gemeinde begründet. Hat sie doch die Entwicklung des Kreativquartiers an Rhein und Ruhr entscheidend mit geprägt und mit Dinnerchurch, Musikgottesdiensten, Kinderprojekten oder dem stadtweit bekannten Repair Café wichtige Impulse zur Revitalisierung des vom Strukturwandel in der Binnenschifffahrt gebeutelten Stadtteils geleistet.

So wird das Gemeindeleben durch die Akzente-Veranstaltungen tatsächlich nur marginal beeinträchtigt. Die Gottesdienste am Sonntagmorgen um 10 Uhr finden halt einfach in der technischen Infrastruktur des Festivals statt. Die Gemeindeband ‚Oh, to grace‘ muss dafür ihr Repertoire aus traditionellen, teilweise mit eigenen Arrangements versehenen Kirchenliedern und zeitgemäßer, zum Teil selbst getexteter und komponierter Anbetungsmusik nicht einmal ändern. Der Sound wird wohl dadurch ein wenig fetter werden. Die Gemeinde lädt alle Festivalbesucher ein, diese doch ein wenig besonderen Gottesdienste sonntags um 10 Uhr mit ihr zu feiern.

Als Bürgerschänke bei den alten Ruhrortern noch lebhaft in Erinnerung gebliebenes Speiselokal an der Landwehrstr. 55, wird der vordere Bereich des Gebäudekomplexes nun zum „Heimathafen“. Mit den noch vorhandenen, originalen Stilelementen, wie den Holzpaneelen und den Messing-Deckenleuchtern und gestalterischen Mitteln soll der reale Eindruck einer belebten Hafenkneipe auferstehen. Diese Atmosphäre wird auch der zum Akzente-Programm gehörenden „Dinnerchurch“, einem originellen Gästegottesdienst mit künstlerisch gestaltetem Programm und dem inzwischen legendär opulenten und schmackhaften Abendessen, am Freitag, 04. März um 19 Uhr zugutekommen. Eintritt wird dazu nicht erhoben, aber die Kollekte des Gottesdienstes wird für ein Schulprojekt für syrische Kinder im Nordlibanon gespendet.

Mit „Im Dunkeln übers Wasser gehen“ setzt die Gemeinde ihre Reihe von besonderen Gottesdiensten fort. Diese sind besonders für Menschen gestaltet, die sonst eher nicht in die Kirche gehen. Mit einem künstlerisch und abwechslungsreich gestalteten Programm und einer Kurzpredigt mit Themenbezug, zu dem die Kunsttherapeutin Carina Junge ein Auftragswerk gemalt hat, soll ein Versuch gewagt werden, einen Zugang zur Guten Nachricht zu bahnen. Beim gemeinsamen Abendessen können dann Gedanken vertieft und ausgetauscht werden.

 

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